Gebete in unruhigen Zeiten

Gott, du verbindest uns Menschen. 

In Angst und Unsicherheit werden wir uns nah.

Plötzlich sind wir Nächste, die wir es gestern noch nicht waren. 

Wir teilen Fragen und Sorgen,

Nicht-Wissen und doch Ahnen, was da kommen kann.

Die einen mögen bewahrt bleiben. 

Andere werden um ihr Leben kämpfen. 

Gelassen und voller Sorgen könnte unser Alltag werden.

In den kommenden Wochen und heute schon 

bitten wir für alle Kranken und die es werden,

die Angst haben, dass der Virus sie erreicht, 

für alle Ärztinnen und Pflegenden, 

für die, die in diesen Tagen um ihre Existenz bangen.  

Wir bitten dich, dass Du uns alle bewahrst in diesen schweren Zeiten,

sei Du der, der uns eint, 

als die die glauben und auch die es nicht tun.

Wir Menschen sind verbundene, 

aufeinander angewiesene,

miteinander helfende. 

Du verbindest uns Menschen, Gott. 

Amen. 

 

Lars Hillebold

 

 

Gott, wir haben Angst vor dem, was wir nicht kennen. 

Zugleich sind wir uns darin nah und vertraut. 

Was unsere Gemeinschaft gefährdet, macht uns auch stark.

Wir halten zusammen, wenn wir uns oft auch fremd sind. 

Wir achten aufeinander. Entscheiden, was wirklich wichtig ist. 

Wir öffnen Herzen, während andere noch hinter Türen warten müssen.

Wir werden uns nah, auch ohne uns die Hände zu reichen. 

Wir können lachen und doch trauern um die Kranken und Sterbenden. 

Wir sind eins im Handeln und im Sorgen und zum Wohl für uns alle.

So ist im Schlimmen auch Dein Segen. 

Hab Du Dank dafür, Gott.

Amen.

 

Lars Hillebold

 

 

Ein Gebet für die, die am meisten gefährdet sind

Wir, die wir bloße Unannehmlichkeiten haben,

denken an die, deren Leben auf dem Spiel steht.

Wir, die wir ohne Risikofaktoren leben,

erinnern uns an die, die besonders verletzlich sind.

Wir, die wir den Luxus haben, von zu Hause aus zu arbeiten

denken an die, die wählen müssen

zwischen der Sorge um ihre Gesundheit

und der Möglichkeit, die Miete zu verdienen.

Wir, die wir die für unsere Kinder sorgen können,

wenn die Schulen schließen, denken an die,

denen dieser Weg nicht offensteht.

Wir, die wir Urlaubsreisen absagen,

denken an die, die keinen sicheren Ort haben.

Wir, die wir Gewinne im Tumult der Wirtschaft verlieren,

denken an die, denen finanziell das Wasser bis zum Hals steht.

Wir, die wir zu Hause in Quarantäne leben, denken an die, die keine Heimat haben.

Indem Angst unser Land erfasst, lass uns die Liebe wählen in dieser Zeit, in der wir einander nicht umarmen können.

Lass uns Wege finden, die liebende Umarmung Gottes zu sein für unsere Nächsten.

Amen.

 

 

Gott, Guter Gott, was ist nur los in unserem Land, in der Welt?

Wir fürchten um das, was uns selbstverständlich geworden ist:

Demokratie, Freiheit, ein gutes Miteinander, lebendige Schöpfung.

Wir sehen die Vielen auf der Flucht.

So wenig Barmherzigkeit in der Welt – auch bei uns.

Und nun auch noch das.

Angst geht um.

Unsicher begegnen wir einander.

Hilf uns dabei mutig zu werden,

die Augen offen zu halten und den Blick wach;

die Ohren nicht zu verschließen vor der Not anderer;

hilf uns dabei nicht zu vergessen, 

wofür wir als Christinnen und Christen einstehen.

Wir brauchen dich.

Nicht nur ein bisschen.

 

Anke Trömper

 

 

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