Tanzgruppe "Laudate"

unter der Leitung von Gerda Hesse

Das sind die Tanzfrauen der Laudate-Gruppe:

Hildegard Biskup, Vellmar

Christa Eichel, Vellmar

Helga Hildebrandt, Rothwesten

Veronika Jäger, Grebenstein

Ulrike Kunde, Kassel

Cornelia Magenheim, Simmershausen

Lucia Reiss,Vellmar

Beate Tippelt, Ihringshausen

Rotraut Werner-Schmidt,Kassel

Renate Wetz, Vellmar

Termine Januar - März 2019:

Mitwirkung im Gottesdienst:

  •  14. April 2019 - Palmsonntag - 10 Uhr: in der Stiftskirche Kaufungen

Tanzen und Proben:

  • jeweils mittwochs um 17.00 Uhr, Gemeindehaus Simmershausen, Kirchstraße 5, 34233 Fuldatal

Berichte auf dem Blog:

Kontakt:

Gerda Hesse

Bürgermeister-Franz-Str. 2a

34233 Fuldatal

 

Telefon:  0561-812255

Mobil:     01522 2950 888

e-mail:    gewi.hesse@gmx.de


Tanz-Biografie – Gerda Hesse

In den vergangenen 30 Jahren hat Gerda Hesse Gruppen in der Meditation im Tanz und in Folkloretänzen geleitet. Bei Prof. Hilda Maria Lander und Sr. Maria Regina Zohner hat sie 1995 eine Tanzausbildung abgeschlossen.

Das Thema ihrer Abschlussarbeit lautete: "Tanz im Gottesdienst".

Danach zusätzliche Tanzweiterbildungen bei unterschiedlichen Dozentinnen,

u.a. in Griechenland und bei Prof. Carla de Sola in Berkeley/USA.

Leitung von Seminaren mit themenbezogenen Tänzen, u. a. am McPherson College in Kansas/USA

und in verschiedenen Seminarhäusern in Deutschland. 

Eigene Choreographien zu klassischer und moderner Musik, Erwachsenenbildnerin und Keramikerin.

2016 Gründung der Tanzgruppe „Laudate“, die Tanz in die Gestaltung von Gottesdiensten einbringen möchte.

Warum wir Gott auch mit Tanz loben können.

Viele Menschen bewegt die Frage, wo finden wir Gott eigentlich, wenn wir ihn suchen.

Einige suchen ihn in einer besonderen Kirche, einem Dom, andere suchen Gott in der Natur und ihren Schönheiten, wieder andere spüren Gottes Gegenwart bei großer Freude oder bei tiefem Schmerz.

Eine ganz andere Antwort auf die Frage, wo Gott ist, gibt der Apostel Paulus in seinem ersten Brief an die Korinther. 

„Wisst ihr nicht, dass euer Körper ein Tempel der Heiligen Geistkraft ist, die in euch wohnt und die ihr von Gott erhalten habt? … Darum lobt Gott mit eurem Körper“ 

(1Kor 6,19)

 

Gott mit unserem Körper loben? Wie kann das gehen?

Wir singen im Gottesdienst. Loben Gott mit unseren Stimmbändern, einem Teil unseres Körpers.

Mit besonderem Einsatz tun das die Chöre, die Gottesdienste mitgestalten.

Die Posaunenbläser nutzen ihre Lungen und die Stimmbänder, um ihre Instrumente zum Tönen zu bringen – auch zur Ehre und zum Lob Gottes. Orgelspieler setzen ihre flinken Hände und Füße ein.

 

Und da sind die Tänzerinnen, die ihren ganzen Körper, Arme, Beine, Füße und Hände zum Lobe Gottes in Bewegung bringen. Nicht nur ausgebildete Tänzerinnen dürfen sich zum Lobe Gottes bewegen.

Genau das ist es nicht, was Paulus meint, wenn er schreibt:

"Euer Körper ist ein Tempel der Heiligen Geistkraft."

Das sind nicht einige wenige Ausgewählte.

Jede und jeder von uns, jeder Körper – ob jung oder alt, Mann oder Frau, dick oder dünn, -

wir alle sind der Ort, an dem Gott wohnt.

Paulus sagt: Sie ist da, die Geistkraft. Ihr habt sie von Gott erhalten. Sie ist in euch. Darum lobt Gott mit eurem Körper.

Das nehmen die Frauen der Tanzgruppe „Laudate“ – was im Übrigen „Lobet“ bedeutet –

mit großer Freude ernst und zeigen mit ihren Tänzen, wie der in uns wohnende Geist Gottes uns bewegen und beflügeln kann.

 

Gerda Hesse

Tanz – auch im Gottesdienst

„Ich lobe den Tanz, denn er befreit den Menschen von der Schwere der Dinge, er fördert Gesundheit und klaren Geist und eine beschwingte Seele.“

Diese Worte werden Chrysostomos, dem Patriarchen von Konstantinopel, zugeschrieben, der von 354-407 gelebt hat. Und diese Worte sind auch heute aktuell.

Keine Frage: Tanzen ist gut für die körperliche Fitness, Tanzen ist gut für die seelische Befindlichkeit, Tanzen ist gut für das Miteinander von Mensch zu Mensch.

Wer tanzt, lässt sich berühren von der Musik, vom Tanzpartner, vom Rhythmus. Die Tanzstile sind so unterschiedlich wie die Menschen.

Da ist der Paartanz: Tango, Walzer oder Blues. Wie wunderbar, wenn zum Gleichklang der Schritte auch ein Gleichklang der Herzen gehört!

Es gibt die Vielzahl an Folkloretänzen, die uns vor allem aus den südosteuropäischen Ländern bekannt sind. Sie werden im Kreis getanzt. Alle können mitmachen und gehören dazu. Die Tänze haben lange Traditionen und geben den Tänzern das Gefühl von Heimat und Verbundenheit miteinander.

Und dann ist da das Tanzen ohne Regeln. Junge Menschen wollen Spaß haben, und der gemeinsame Nenner ist die Musik. Ungehemmt drückt der Körper zu meist lauter Musik Gefühle aus: pure Lebensfreude, aber vielleicht auch Frust oder Enttäuschung.

Die Liste der Tanzmöglichkeiten könnte weiter geführt werden. Auch der Tanz im Gottesdienst gehört dazu.

In unserer Gemeinde wird seit 30 Jahren getanzt. 1987 begannen Frauen sich für griechische und israelische Tänze zu interessieren. Es entstand ein Tanzkreis, und das Repertoire erweiterte sich ständig. Vor allem kamen im Laufe der Jahre meditative Tänze dazu, neu entstandene Tänze zu klassischer und moderner Musik.

Wenn harmonische Bewegungen den Kreis erfassen, kommt durch die äußere Bewegung vieles in uns zum Fließen, wir nehmen uns neu wahr, spüren einen inneren Reichtum und ahnen, was uns trägt.

Wir machen die Erfahrung, dass wir in der Bewegung des Tanzes alles ausdrücken können, was uns berührt und erfüllt: Freude, Dank, auch Trauer und Verzweiflung. So entsteht unausgesprochen Tanz als Gebet.

Einer kleinen Gruppe von Frauen ist es ein über die Jahre erhalten gebliebenes inneres Anliegen, hin und wieder im Gottesdienst mitzuwirken.

„Laudate“ (Lobet)  ist ihr  Motto, und das entspricht der Aufforderung aus Psalm 150 : Lobet Gott mit Harfe und Leier, mit Pauken und mit Tanzen!

 

Gerda Hesse